Die Auswertung Soil Quality Rating - Basisindikator 5 - Durchwurzelungstiefe auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) bewertet die Durchwurzelungstiefe hinsichtlich der Standortgüte für die landwirtschaftliche Produktion (Basisindikator 5). Dabei wird der Kennwert Effektive Durchwurzelungstiefe (We) in Abhängigkeit von der Landnutzung bewertet. Die Auswertung erfolgt für die Leitprofile der BK50 und liegt flächendeckend für die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Niedersachsen vor.
Die Auswertung Soil Quality Rating - Gefährdungsindikator 12 - Temperaturregime auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) bewertet die möglichen Einschränkungen der Ertragsfähigkeit durch das vorherrschende Temperaturregime. Zu heiße oder zu kalte Temperaturen sowie starke Temperaturschwankungen können zu Einschränkungen des Pflanzenwuchses auf Ackerflächen führen. Der Gefährdungsindex Temperaturregime des Soil Quality Ratings wird anhand der mittleren Jahres- oder Januartemperatur bestimmt. Eine höhere mittlere Temperatur bedeutet eine Zuweisung eines höheren Multiplikators. Die Auswertung erfolgt für die Leitprofile der BK50 und liegt flächendeckend für die landwirtschaftlich genutzten Flächen in Niedersachsen vor.
Die Auswertung Soil Quality Rating - Basisindikator 2 - Humusvorrat im A-Horizont auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) bewertet den Humusvorrat des A-Horizontes hinsichtlich der Standortgüte für die landwirtschaftliche Produktion nach dem Müncheberger Soil Quality Rating (Basisindikator 2). Bei ackerbaulicher Nutzung wird der Ap-Horizont und bei Grünland werden alle A-Horizonte zur Bewertung verwendet. Je höher der Humusvorrat, desto höher ist die Bewertung der Bodenqualität. Die Auswertung erfolgt für die Leitprofile der BK50 und liegt flächendeckend für die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Niedersachsen vor.
Die Auswertung Absolutes Grünland zeigt Standorte, auf denen aufgrund von verschiedenen standortabhängigen Einschränkungen nur eine Grünlandnutzung sinnvoll ist. Eine ordnungsgemäße Ackernutzung ist nicht möglich. Die Ackerfähigkeit kann durch den Wasserhaushalt, das Vorhandensein von organischen Böden (Torfe, Mudden), geringe Gründigkeit, die Höhenlage und aufgrund sehr hoher Erosionsgefährdung durch Wind oder Wasser stark eingeschränkt sein. Die Karte stellt eine Auswertung von absoluten Grünlandstandorten auf Basis der BK50 dar und zeigt damit Suchräume mit dem Ziel absolutes und fakultatives Grünland zu differenzieren, um die Möglichkeiten von Nutzungsänderungen (Grünlandumbruch) überprüfbar zu machen. Die Auswertung liegt flächenhaft für Niedersachsen im Maßstab 1 : 50.000 vor und ist damit für regionale Planungen geeignet. Eine Einzelfallbetrachtung auf Schlagebene bedarf weiterer Untersuchungen mit räumlich höher aufgelösten Daten.
Der heutige Küstenraum mit seinen Landschaftselementen, den Inseln, Watten und Marschen, ist geologisch betrachtet ein sehr junges Gebilde, das erst in den letzten 8500 Jahren unter dem Einfluss eines Meeresspiegel-Anstieges um ca. 25 m entstanden ist. Die ursprünglich vorhandene, im Eiszeitalter ausgeformte Geestlandschaft wurde dabei überflutet, teilweise umgestaltet und in unterschiedlicher Mächtigkeit von holozänen Küstenablagerungen überdeckt. Überwiegend handelt es sich dabei um tonig-schluffige, teilweise auch sandige Watt- und Brackwassersedimente, die vom Meer und von Flüssen in den Küstenraum eingefrachtet bzw. um Torfe, die in Küstenmooren akkumuliert worden sind. Im Bereich der Inseln wird dieser maximal 35 m mächtige Sedimentkörper stellen- weise von Dünen überlagert, die bis zu 25 m Höhe erreichen. Die Geologische Küstenkarte von Niedersachsen 1 : 25 000 stellt die holozänen Landschaftsformen und Küstenablagerungen in zwei Karten zu folgenden Themen dar: - Relief der Holozänbasis - Profiltypen des Küstenholozäns. Das Relief der Holozänbasis wird in Form eines auf NN bezogenen Tiefenlinienplanes abgebildet, wobei die einzelnen Isolinien Tiefenstufen von 1 m kennzeichnen, Flächenfarben dagegen Tiefenbereiche von jeweils 2 m zusammenfassen. Kartenausschnitte, für die keine Aussagen zum Relief der Holozänbasis getroffen werden können, sind durch hellblaue Flächenfarbe gekennzeichnet. Sofern ein Kartenblatt Geestgebiete umfasst, werden diese ohne Flächenfarbe dargestellt. In weiten Teilen des Küstenraumes entspricht die Holozänbasis-Fläche der ehemaligen, im Eiszeitalter ausgeformten Landoberfläche. Stellenweise wurde dieses ursprüngliche Relief jedoch bei der holozänen Meeresüberflutung und den damit einhergehenden Erosionsprozessen überprägt. Exponiert gelegene Teile der ursprünglichen Geestlandschaft wurden unter Einwirkung von Seegang und Brandung flächenhaft abgetragen, ehemalige Talsysteme durch Gezeitenströmungen erweitert, vertieft und z.T. in weit landeinwärts reichende Erosionsrinnen umgestaltet. Mit fortschreitendem Meeresspiegel- Anstieg wurden die ursprünglichen Landschaftsformen sowie die im Holozän umgestalteten Gebiete gleichermaßen durch junge Küstenablagerungen überdeckt. Aufgrund dieser Gegebenheiten bildet die Holozänbasis-Fläche eine geotechnisch bedeutsame Grenzfläche zwischen tragfähigen eiszeitlichen Moränen-, Schmelzwasser- und Flußablagerungen im Liegenden und setzungsfähigen holozänen Weich- bzw. Lockerablagerungen im Hangenden.
Die Auswertung Beregnungswirksamer mittlerer kapillarer Aufstieg auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) beschreibt die mittlere jährliche Menge (in mm) an kapillar aus dem Grundwasser aufsteigendem Wasser an Ackerstandorten mit Beregnung. Der Kennwert dient ausschließlich der Bestimmung des mittleren potenziellen Zusatzwasserbedarfs (mZWpot). Der Kennwert wird auf Basis der BK50 für alle Ackerböden im Maßstab 1:50.000 für Niedersachsen bereitgestellt.