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  • Das DGM10 repräsentiert die Geländeoberfläche in Meter über NHN der festen Landoberfläche und somit das Relief der Erde durch Höhenpunkte, die als regelmäßiges Gitter mit einer Rasterweite von 10m angeordnet sind. In Niedersachsen ist das sDGM10 ohne anthropogene Reliefformen des LBEG dargestellt. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen werden die DGM1-Höhendaten der jeweiligen Landesvermessungsämter im 10m Raster verwendet. In der Nord- und der Ostsee werden durch das LBEG aufbereitete Höhendaten (Bathymetrie) des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) von 2025 verwendet. Da die Quelle ein 50 m Raster aufweist, wird der Layer resampled auf 10 m.

  • Die Hangneigung (Inklination) beschreibt den Winkel zwischen Geländeoberfläche und der ebenen Horizontalen in Prozent. Die Berechnung geht auf Zevenbergen und Thorne (1987) zurück. Der lokale Reliefparameter beeinflusst direkt viele geoökologische Prozesse (z.B. solare Einstrahlung, Abfluss, Erosion) und ist häufig Eingangsparameter für die Berechnung komplexerer Reliefparameter. Damit ist die Hangneigung als Standardparameter nützlich für diverse Anwendungsfelder wie z.B. Bodenkartierung, Landschaftsplanung, Modellierung und viele weitere. ZEVENBERGEN, L. W. & THORNE, C. R. (1987): Quantitative analysis of land surface topography. In: Earth Surface Process and Landforms, 12, S. 47-56.

  • Der dimensionslose Bodenfeuchte-Index (BFI) wird aus dem komplexen Reliefparameter Einzugsgebietsgröße und dem lokalen Reliefparameter Hangneigung abgeleitet und gibt reliefbedingte, potentielle Feuchteverhältnisse des Bodens wieder. Dabei beschreibt die Einzugsgebietsgröße an jeder Rasterzelle die potenziell reliefbedingt zur Verfügung stehende Wassermenge, während die Hangneigung das Potenzial der Fließgeschwindigkeit zum Weitertransport und der Verweildauer bestimmt. Weitere Details zum Verfahren finden sich bei BÖHNER & KÖTHE (2003). Für eine verbesserte räumliche Differenzierung wurde der BFI dahingehend modifiziert, dass die Hangneigung mit dem Faktor 2 (Standard: 1) gewichtet wurde. Hierdurch gelingt es, insbesondere in Niedersachsen weit verbreitete tief liegende, gering geneigte, grundwassernahe Gebiete deutlich differenzierter hervortreten zu lassen, während stärker geneigte Bereiche wie etwa im Bergland in der Ausprägung dagegen einheitlicher erscheinen. Der Bodenfeuchte-Index ist damit insbesondere im Tiefland gut für die räumliche Ausschärfung von Niederungsbereichen und die Erstellung bodenkundlicher Konzeptkarten geeignet. Böhner, J. & Köthe, R. (2003): Bodenregionalisierung und Prozessmodellierung: Instrumente für den Bodenschutz. – Peterm. Geogr. Mitt., 147, 2003/3: 72-82; Gotha. Böhner, J. & Selige, T. (2006): Spatial Prediction of Soil Attributes Using Terrain Analysis and Climate Regionalisation. In: Boehner, J., McCloy, K.R., Strobl, J. (2006): 'SAGA - Analysis and Modelling Applications', Goettinger Geographische Abhandlungen, Vol.115, p.13-27.

  • Der potenzielle topographische Strahlungsgenuss gibt die Energiemenge in KWh/m² an, die in einem Jahr direkt auf die Erdoberfläche trifft. Dabei sind direkte und diffuse Strahlung summiert, Streuungen durch Bewölkung oder andere Wetterphänomene werden nicht berücksichtigt. Der Reliefparameter geht damit über die häufig verwendeten Klassifikationen wie Exposition, Sonn- oder Schatthang hinaus. Der potentielle topografische Strahlungsgenuss findet häufig Eingang in Wasserhaushaltsberechnungen. BÖHNER, J., & ANTONIC, O. (2009). Land-Surface Parameters Specific to Topo-Climatology. In T. Hengl, & H. I. Reuter (Eds.), Geomorphometry: Concepts, Software, Applications (pp. 195-226). Elsevier Science.

  • Das DGM10 repräsentiert die Geländeoberfläche in Meter über NHN der festen Landoberfläche und somit das Relief der Erde durch Höhenpunkte, die als regelmäßiges Gitter mit einer Rasterweite von 10m angeordnet sind. In Niedersachsen ist das sDGM10 ohne anthropogene Reliefformen des LBEG dargestellt. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen werden die DGM1-Höhendaten der jeweiligen Landesvermessungsämter im 10m Raster verwendet. In der Nord- und der Ostsee werden durch das LBEG aufbereitete Höhendaten (Bathymetrie) des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) von 2025 verwendet. Da die Quelle ein 50 m Raster aufweist, wird der Layer resampled auf 10 m.

  • Der Solifluktionsindex wurde entwickelt, um Areale mit bevorzugter Akkumulation solifluidaler Ablagerungen (potenzielle Fließerden) zu prognostizieren. Die Berechnung erfolgt nach dem Verfahren von BÖHNER & SELIGE (2006). Die relative Hangposition wird dabei mit einem Faktor kombiniert, der sich aus spezifischer Einzugsgebietsgröße und gewichteter Einzugsgebietsneigung berechnet. Die daraus hervorgehende relative Hangposition ist eng mit der Mächtigkeit der periglazialen Solifluktionsdecken korreliert. Mit dem Solifluktionsindex liegt eine Ableitung vor, die der bodenkundlich-/geologischen Kartierung oder anderen geowissenschaftlichen Anwendungen dienlich ist. BOEHNER, J. & SELIGE, T. (2006): Spatial Prediction of Soil Attributes Using Terrain Analysis and Climate Regionalisation. In: Boehner, J., McCloy, K.R., Strobl, J. (2006): 'SAGA - Analysis and Modelling Applications', Goettinger Geographische Abhandlungen, Vol.115, p.13-27.

  • Der Massenbilanzindex beruht auf den Reliefparametern Einzugsgebietsgröße, Hangneigung und Hanglänge (in Anlehnung des LS-Faktors der USLE) und beschreibt mit fließenden Übergängen ein relatives Potenzial des Reliefs zur Erosion und zur Akkumulation von Bodenmaterial. Parameter des Bodens, des Klimas oder der Landbedeckung bleiben dabei unberücksichtigt. In stärker geneigten Hangbereichen mit potenziellem Abtrag ist dabei ein positiver, in Tiefenlagen wie Senken, Talauen und am Hangfuß mit potenziellem Auftrag ein negativer Index zu erwarten. An weniger geneigten Mittelhängen und auf Ebenen, in denen die Nettobilanz des Sediments zwischen Akkumulation und Erosion ausgewogen ist, liegt der Index um Null. Der Kennwert kann herangezogen werden, um potentielle Erosions- und Akkumulationsgebiete abzugrenzen und ist folglich gut für die Vorhersage von erosionsgefährdeten Bereichen sowie der Kartierung von Geologie und Boden geeignet. Friedrich, K. (1996): Digitale Reliefgliederungsverfahren zur Ableitung bodenkundlich relevanter Flächeneinheiten. Frankfurter Geowissenschaftliche Arbeiten D 21, Frankfurt/M. online. Friedrich, K. (1998): Multivariate distance methods for geomorphographic relief classification. In: Heinecke, H., Eckelmann, W., Thomasson, A., Jones, J., Montanarella, L., Buckley, B. (eds.): Land Inforamtion Systems - Developments for planning the sustainable use of land resources. European Soil Bureau - Research Report 4, EUR 17729 EN, Office for oficial publications of the European Communities, Ispra, pp. 259-266. online. Böhner, J. & Selige, T. (2006): Spatial Prediction of Soil Attributes Using Terrain Analysis and Climate Regionalisation. In: Boehner, J., McCloy, K.R., Strobl, J.: 'SAGA - Analysis and Modelling Applications', Goettinger Geographische Abhandlungen, Vol.115, p.13-27 Moeller, M., Volk, M., Friedrich, K., Lymburner, L. (2008): Placing soil-genesis and transport processes into a landscape context: A multiscale terrain-analysis approach. Journal of Plant Nutrition and Soil Science, 171, pp. 419-430, DOI: 10.1002/jpln.200625039.

  • Der dimensionslose Bodenfeuchte-Index (BFI) wird aus dem komplexen Reliefparameter Einzugsgebietsgröße und dem lokalen Reliefparameter Hangneigung abgeleitet und gibt reliefbedingte, potentielle Feuchteverhältnisse des Bodens wieder. Dabei beschreibt die Einzugsgebietsgröße an jeder Rasterzelle die potenziell reliefbedingt zur Verfügung stehende Wassermenge, während die Hangneigung das Potenzial der Fließgeschwindigkeit zum Weitertransport und der Verweildauer bestimmt. Weitere Details zum Verfahren finden sich bei BÖHNER & KÖTHE (2003). Für eine verbesserte räumliche Differenzierung wurde der BFI dahingehend modifiziert, dass die Hangneigung mit dem Faktor 2 (Standard: 1) gewichtet wurde. Hierdurch gelingt es, insbesondere in Niedersachsen weit verbreitete tief liegende, gering geneigte, grundwassernahe Gebiete deutlich differenzierter hervortreten zu lassen, während stärker geneigte Bereiche wie etwa im Bergland in der Ausprägung dagegen einheitlicher erscheinen. Der Bodenfeuchte-Index ist damit insbesondere im Tiefland gut für die räumliche Ausschärfung von Niederungsbereichen und die Erstellung bodenkundlicher Konzeptkarten geeignet. Böhner, J. & Köthe, R. (2003): Bodenregionalisierung und Prozessmodellierung: Instrumente für den Bodenschutz. – Peterm. Geogr. Mitt., 147, 2003/3: 72-82; Gotha. Böhner, J. & Selige, T. (2006): Spatial Prediction of Soil Attributes Using Terrain Analysis and Climate Regionalisation. In: Boehner, J., McCloy, K.R., Strobl, J. (2006): 'SAGA - Analysis and Modelling Applications', Goettinger Geographische Abhandlungen, Vol.115, p.13-27.

  • Der Massenbilanzindex beruht auf den Reliefparametern Einzugsgebietsgröße, Hangneigung und Hanglänge (in Anlehnung des LS-Faktors der USLE) und beschreibt mit fließenden Übergängen ein relatives Potenzial des Reliefs zur Erosion und zur Akkumulation von Bodenmaterial. Parameter des Bodens, des Klimas oder der Landbedeckung bleiben dabei unberücksichtigt. In stärker geneigten Hangbereichen mit potenziellem Abtrag ist dabei ein positiver, in Tiefenlagen wie Senken, Talauen und am Hangfuß mit potenziellem Auftrag ein negativer Index zu erwarten. An weniger geneigten Mittelhängen und auf Ebenen, in denen die Nettobilanz des Sediments zwischen Akkumulation und Erosion ausgewogen ist, liegt der Index um Null. Der Kennwert kann herangezogen werden, um potentielle Erosions- und Akkumulationsgebiete abzugrenzen und ist folglich gut für die Vorhersage von erosionsgefährdeten Bereichen sowie der Kartierung von Geologie und Boden geeignet. Friedrich, K. (1996): Digitale Reliefgliederungsverfahren zur Ableitung bodenkundlich relevanter Flächeneinheiten. Frankfurter Geowissenschaftliche Arbeiten D 21, Frankfurt/M. online. Friedrich, K. (1998): Multivariate distance methods for geomorphographic relief classification. In: Heinecke, H., Eckelmann, W., Thomasson, A., Jones, J., Montanarella, L., Buckley, B. (eds.): Land Inforamtion Systems - Developments for planning the sustainable use of land resources. European Soil Bureau - Research Report 4, EUR 17729 EN, Office for oficial publications of the European Communities, Ispra, pp. 259-266. online. Böhner, J. & Selige, T. (2006): Spatial Prediction of Soil Attributes Using Terrain Analysis and Climate Regionalisation. In: Boehner, J., McCloy, K.R., Strobl, J.: 'SAGA - Analysis and Modelling Applications', Goettinger Geographische Abhandlungen, Vol.115, p.13-27 Moeller, M., Volk, M., Friedrich, K., Lymburner, L. (2008): Placing soil-genesis and transport processes into a landscape context: A multiscale terrain-analysis approach. Journal of Plant Nutrition and Soil Science, 171, pp. 419-430, DOI: 10.1002/jpln.200625039.

  • Der potenzielle topographische Strahlungsgenuss gibt die Energiemenge in KWh/m² an, die in einem Jahr direkt auf die Erdoberfläche trifft. Dabei sind direkte und diffuse Strahlung summiert, Streuungen durch Bewölkung oder andere Wetterphänomene werden nicht berücksichtigt. Der Reliefparameter geht damit über die häufig verwendeten Klassifikationen wie Exposition, Sonn- oder Schatthang hinaus. Der potentielle topografische Strahlungsgenuss findet häufig Eingang in Wasserhaushaltsberechnungen. BÖHNER, J., & ANTONIC, O. (2009). Land-Surface Parameters Specific to Topo-Climatology. In T. Hengl, & H. I. Reuter (Eds.), Geomorphometry: Concepts, Software, Applications (pp. 195-226). Elsevier Science.